Wie weiss ich, dass ich was tun muss?

Kennst du dieses nagende Gefühl in deinem Inneren, das dir keine Ruhe lässt, dich antreibt, immer wieder stoppt und verwirrt?! Innere Unruhe, ja Aufruhr für nix – scheinbar nix.

Die meisten von uns wissen ganz genau um ihre inneren Baustellen. Wir haben mit den Jahren gelernt, drumherum zu leben. Wie ein grosser Fremdkörper, der Elefant im Raum ,stehen sie da, zerren gelegentlich an uns, und wir machen beide Augen fest zu. Viellicht verschwinden sie ja von alleine, wer weiss…Verdrängen bis der Arzt kommt. 

Und wie spüre ich denn nun, wann es an der Zeit ist, etwas zu unternehmen?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Idealerweise wartest du natürlich nicht bis die Hütte brennt. Andererseits brauchst du eventuell gerade die lichterloh lodernden Flammen, um endlich in Bewegung zu kommen. Was ist schon ideal? 

Es gibt eigentlich nur zwei grosse Kräfte, die uns ins Handeln und in die Lösung bringen. Liebe und Schmerz.

Stell dir sich vor du bist in einer guten, stabilen Beziehung, das Leben läuft, und du willst dir selbst was Gutes tun. Vor diesem Hintergrund fällt es leicht „Ja“ zu sagen zu Veränderung. 

Oder, und das ist weit häufiger der Fall, du leidest. Hast eine schlimme Diagnose erhalten, wurdest verlassen oder jemand, der für dich sehr wichtig war, ist plötzlich verstorben. Das sind Ereignisse, die uns aufrütteln und innehalten lassen. 

Ich beobachte immer wieder, dass sich dann für ein paar Tage oder auch Wochen eine Tür zur Seele öffnet. Selbst die Menschen, die jedes Gefühl vermeiden, brechen dann unter der Last zusammen. Sie geben auf und machen etwas, was sie unter normalen Umständen nie tun würden. Sie trauen sich zu fühlen. Wir alle werden berührbarer, weicher. Es erscheint mehr möglich in unserem Leben, gerade weil wir gezwungen sind, alles neu einzuordnen und zu hinterfragen.

Oft geht die Tür dann wieder zu, ohne das wir hindurchgelaufen sind. Manchmal wagen wir es und sind überrascht, weil alles viel bunter und schöner ist, als wir uns das je vorgestellt haben. Und im Übrigen verändert sich sich sowieso alles auch ohne unsere aktive Entscheidung. Das fühlt sich dann eher an wie gelebt zu werden anstatt zu leben.

Trau dich!

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